Alicia. Wer zuerst küsst, küsst am besten

Sommer, Sonne, allerbeste Laune – von wegen! Denn Alicias neue Großfamilie macht ihr einen gründlichen Strich durch die Ferienpläne:

Der Umbau geht nicht voran, weil diese Silke immer wieder neue Forderungen aufstellt. Lynn kann nicht zu ihrem Vater Fritz nach Mallorca fliegen und Nervzwerg Yaris erobert Alicias Lokschuppen. Als Opa Georg beim Kirschen pflücken von der Leiter fällt, kommt Alicia einem Familiengeheimnis auf die Spur. Mehr noch: Die Zwillinge Tim und Tom stellen wie eine Fata Morgana plötzlich ihr Leben auf dem Kopf und lassen in Alicias Bauch tausend Brausebläschen blubbern. Dabei wollte sie sich doch nie im Leben verlieben und so dämlich blöd vor sich hingrinsen wie Bibi, wenn sie ihren Daniel erblickt. Als dann eines Tages Philipp, Roselottes ältester Sohn, auch noch vor der Tür steht, ist das Chaos perfekt.

Bibi seufzte theatralisch. „Also, fangen wir anders an. Wie fühlst du dich? Woran denkst du die ganze Zeit? Was siehst du, wenn du die Augen schließt?“
„Du spinnst!“ Aber ich tat ihr den Gefallen und horchte in mich hinein, schloss sogar extra die Lider. Warme, wohlige Dunkelheit umfing mich, das Vanilleeis in meinem Bauch gluckerte – „… grüne Augen mit lauter gelben Sternchen …“, murmelte ich. „Sie haben mich angefunkelt …“
„Bingo!“ Bibi sprang auf.
„Bingo?!“, wiederholte ich brav.
„Mensch, Alicia!“, rief Bibi. „Jetzt stell dich doch nicht so an wie frisch aus dem Ei geschlüpft. Zu wem gehören die grünen Augen, von denen du pausenlos träumst?“ Sie zwinkerte mir aufmunternd zu. Wahrscheinlich fühlte sie sich großartig dabei, wie sie gerade zum tausendsten Male ihrer unterentwickelten Freundin in Sachen Jungs auf die  Sprünge half.