Alicia. Unverhofft nervt oft

Eigentlich war Alicias Leben allein mit Oma und Vater in bester Ordnung. Bis sie eines Tages im Badezimmer ihrer nackten Mathelehrerin gegenüber steht. Wie oberpeinlich!

Ausgerechnet Roselotte Froboese, nervigste Lehrerin aller Zeiten, ist Papas neue Freundin. Noch schlimmer: Sie zieht mit Kindern, Katze und Krempel bei ihnen ein und stellt Alicias gesamtes Leben auf den Kopf. Jetzt muss sie Biomüsli essen, ihr Zimmer mit Obertussi Lynn teilen – und Papa macht glücklich auf Familie.
Ein witzig-turbulenter Roman über verstrickte Verhältnisse, Lügen und die Frage, was Familie wirklich ist.

Wusste ich’s doch, diese Tussi von Lynn war einfach nur obernervig! Meinen Schreibtisch schob sie einfach zur Seite und stellte stattdessen ein quietschbuntes Regal auf, in dem sie ihre Schneekugelsammlung drapierte. Mein Vater baute ihr extra eins der Gästebetten auf, damit sie ja nicht auf dem Boden schlafen musste. Sie selbst breitete in ihrer unnachahmlich blöden Art eine pinkpuschelige Tagesdecke darüber. Zu allem Übel besaß sie einen Micky-Maus-Wecker, der selbst in den Ferien früh morgens um sechs losquietschte. Da sich Lynn um diese Uhrzeit im komatösen Tiefschlaf befand, war ich es, die angesäuert aufsprang und das nervtötende Piepsen ausstellte. Danach war ich glockenhellwach – und supermiesgelaunt, weil ich die halbe Nacht kein Auge zugetan hatte. Warum nur, fragte ich mich zum hunderttausendsten Male, hatte Papa ausgerechnet Roselotte knutschen müssen?

Hör doch mal rein…