2015-12-29 11.35.15

Unsere Vorfahren kannten die Rauhnächte als Heilige Nächte.

Nacht für Nacht beobachteten sie den Himmel, das Wetter, die Natur und machten sich Gedanken über das neue Jahr. Denn vom 24.12. bis zum 5. Januar sind es genau 12 Nächte, die sich entsprechend auf die kommenden Monate verteilen lassen.

Wenn ich mir die Natur da draußen anschaue, die gerade alles andere als Pause macht, fühle ich mich ebenfalls ermuntert, weiter zu gehen. Die Eichhörnchen vor meinem Fenster hüpfen durch die Tannen und sind weit davon entfernt, Winterruhe zu halten. Auch die Meisen rund um die Sonnenblumenkerne-Futterstelle sind aktiv wie nie. Der Rasen sieht nach Mähen aus. Na, und wenn ich mich anschaue, meine Schreibfreude und Ideenliste, da habe ich auch nicht das Gefühl, dass für mich gerade eine Auszeit angesagt ist. Aber alles wirkt dabei so friedlich und richtig! Keine Spur von Hektik oder Stress, sondern einfach ein ruhiger Fluss, den das Leben gerade vor sich hin murmelt.

Zu viel Orakel? Mag sein! Aber ein bisschen Nachdenken, Philosophieren und in sich gehen tut gut, vor allem in dieser emotional aufgeladenen Zeit zwischen den Jahren. Wann, wenn nicht jetzt, den Kalender durchforsten und Pläne für 2016 schmieden? Adresslisten aktualisieren, überkommene Kontakte löschen, neue hinzufügen. Ideen für neue Bücher und Projekte sammeln, mit Vergangenem abschließen, soweit möglich. Oder eben unter den gefrorenen Blüten das Leben und die Chance für Neues sehen. Schläft ein Lied in allen Dingen … In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein fröhliches, sonnenreiches neues Jahr mit vielen Zauberworten.