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„Behüte alle, die ich mag, heute, morgen, jeden Tag“

Die meisten kennen mich ja als Autorin der Sina-Bücher und wissen, dass ich ganz viel über Mädchen schreibe, Romane, Ratgeber. Und vielleicht wissen sie auch, dass ich Workshops gebe, in Jurys mitwirke und Vorträge über Mädchenliteratur halte.

Eher weniger bekannt dürfte meine spirituelle Ader sein, die ich glücklicherweise in neuen Buchprojekten ausleben darf. Ist ja auch ein leises Thema, dennoch möchte ich es mit allen teilen, weil es einfach eine wunderschöne Arbeit ist, die mich von Herzen froh macht.

Schon lange beschäftigt mich das Thema Schutzengel (der 6. Sina-Band handelt davon), ich habe mit einem längeren Text in der Anthologie „Woran glaube ich?“ (Beltz 2012) mitgewirkt und verfasse Gebete für Kleine, wie zum Beispiel „Meine liebsten Gute-Nacht-Gebete“, gerade erschienen im Coppenrath Verlag mit den liebenswerten Illustrationen von Sabine Kraushaar.

Aktuell ist auch die Arbeit an Büchern für Kommunionskinder und Konfirmanden, in denen es um persönliche Fragen rund das Leben geht – und natürlich um Gott. Damit will ich niemanden zum Glauben bekehren, sondern ermutigen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, nachzudenken und Antworten zu finden. Eigentlich ganz normal auf dem Weg der Ich-Findung und zum Erwachsenwerden, oder?

Fragen nach Lieblingshobby/Essen/Menschen lassen sich ja noch ganz fix beantworten, und auch Überlegungen zur eigenen Familie und Herkunft dürften keine allzu große Herausforderung sein. Aber um sich einmal bewusst zu werden, wen man alles liebt, wovon man träumt oder wovor man wirklich Angst hat, bedarf es Zeit, Muse und vor allem Mut.

Denn die Auseinandersetzung mit persönlichen Zweifeln ist die allerschwerste, wenn auch die beglückendste, weil man hinterher einen großen Schritt weiter ist. Oder die Frage, in welchen Momenten einem Gott besonders nahe ist: Beim Musikhören, beim Fahrradfahren, in der Badewanne, beim Schreiben … Wem das alles zu kompliziert ist, der wartet einfach bis zum nächsten Frühjahr, wenn die angekündigten Titel erscheinen, legt sich schon mal einen Stift zurecht und freut sich drauf, anzukreuzen, einzutragen und mitzukritzeln.