Oeko-Sina_Entstehung_520x220

Wie meine Öko-Sina entstanden ist …

Das Thema Umweltschutz beschäftigt mich schon seit vielen Jahren. Als Abiturientin mit Chemie-Leistungsfach war ich gemeinsam mit Greenpeace-Aktivisten auf einem Plattbodensegler auf der Elbe unterwegs. Unvergesslich der Besuch bei Dow-Chemical! Im AKW-Brunsbüttel! Die Wasserproben, die wir an Bord gemacht haben, auf Sauerstoffgehalt und Temperatur untersucht …

Seitdem hat sich in Deutschland vieles verändert, längst gibt es viel strengere Auflagen, längst kann man wieder in Elbe, Rhein und Main bedenkenlos schwimmen gehen. Unsere Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Atomindustrie beschlossen, es gibt Katalysatoren, Umweltplaketten, Wertstoffbehälter, das Bio-Siegel und bei vielen Menschen ein grünes Bewusstsein, viele engagieren sich für Natur und Umwelt, setzen sich für nachhaltige Produkte ein.

Und trotzdem ist längst noch nicht alles gut! Nachhaltig und konsequent umweltbewusst zu leben scheint mir in der heutigen Zeit so gut wie unmöglich, alles steckt voller Kompromisse! Um auf den Bauernmarkt zu gelangen, muss ich mit dem Auto fahren, will ich nicht jeden Tag stundenlang in der Küche stehen (weil ich statt dessen lieber meine Bücher schreibe), muss ich mir TK-Ware ins Gefrierfach legen, will ich es im Winter hell haben, um nicht an der für mich depressiven Dunkelheit zu leiden, muss ich überall viel Licht haben … So zieht sich der Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Konsum, zwischen gutem und schlechtem Gewissen mittlerweile durch mein Leben.

Ich verzweifele daran nicht, aber es bringt mich schon zum Nachdenken. Immer wieder versuche ich, den besten Weg dabei zu finden, was nicht immer leicht ist, wenn man sich so viele Gedanken macht wie ich. Aber wie sagt Sina: Nicht aufgeben, jetzt erst recht! Jeden Tag ein bisschen mehr!

Zum Glück bin ich mit meinem Engagement nicht alleine. Deshalb möchte ich allen DANKE sagen und folgendes erwähnen:

  • Sinas Geschichte, ihre Figuren und Handlung sind frei erfunden! Die Bezüge auf wirkliche Personen, Geschehnisse, Institutionen, Organisationen oder Orte dienen allein dazu, den Ereignissen Wirklichkeit zu verleihen. Alle Ähnlichkeiten mit Lebenden und Verstorbenen sind deshalb rein zufällig und nicht beabsichtigt. Allerdings kann es passieren, dass ich mich auch eines Tages an einen Baum ketten werde, da in unmittelbarerer Nähe meines Wohngebietes eine Umgehungsstraße geplant ist, die es zu verhindern gilt.
  • Ich habe für dieses Buch unglaublich viel gelesen und recherchiert. Jeden Tag gab – und gibt! – es neue Berichte in den Medien: über Umweltkatastrophen, Lebensmittelskandale oder vom Aussterben bedrohte Tiere, über Bürgerproteste, ­Tierschützer und Klimaforscher, über Krieg, Not, Missstände – irgendwo in der Welt und hier vor meiner eigenen Haustür. Zwischen zwei Buchdeckel passt nur leider nicht alles, was ich zum Thema Ökokrise zu sagen hätte, ich brauchte ja auch noch Raum für die Geschichte. Und doch habe ich so viel wie möglich meiner Gedanken, Sorgen und Anregungen reingepackt. So oder so hoffe ich auf viele lebhafte Gespräche und Diskussionen rund um Sinas Ökokrise – die uns alle betrifft!
  • Da es sich hier nicht um eine wissenschaftliche Arbeit handelt, verzichte ich auf eine ausführliche Bibliografie und Fußnoten, das würde den Lesefluss stören. Als wesentliche Informationsquellen seien jedoch dankenswerterweise folgende Bücher:
    Karen Duve, Anständig Essen. Verlag Galiani, Berlin 2011
    Harald Welzer, Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand. S. Fischer, Frankfurt 2012
    Emily Hunter: Öko-Krieger. Eine neue Generation kämpft für unseren Planeten. Fischer TB, Frankfurt 2012
    Jetzt tu ich was! Von der Lust, die Welt zu verändern. Beltz & Gelberg Verlag, Weinheim 2013
  • Und besonders diese Websites: www.nabu.de; www.greenpeace.de; www.bund.net; www.wwf.de; www.sueddeutsche.de; www.spiegel.de; www.WorldWideBlanket.org; www.plant-for-the-planet.org
  • Meine Lektorin Kerstin Kipker, ohne deren fröhliche Impulse, kritische Anmerkungen und sorgfältige Überlegungen Sina niemals nachhaltige Book-, äh, Footprints in den Regalen hinterlassen würde.
  • Constanze Guhr, die Sina unverwechselbar sympathisch illustriert, und Christopher Knaus, der von Cremetube bis Banane für meine Cover alles möglich gemacht hat.
  • Stefan Stöhr, der Onkel Ösi die O-Töne in die Bappn legt.
  • Ingeborg Winkels-Herding, die mich von den Vorzügen wunderbar duftender Naturkosmetik überzeugt hat.
  • Die Nordseeinsel Juist und die Menschen dort für ihr Engagement in Sachen Naturschutz und Nachhaltigkeit.
  • Meine Leserinnen (und Leser), die Sina in ihr Herz lassen und ihr erlauben, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. ­Danke für eure unzähligen Zuschriften!
  • Den Arena Verlag, der immer an Sina glaubt.
  • Die Westwald-Allianz und ihren unermüdlichen Einsatz.
  • Murmel, die lieber eine Wildkatze wäre; Ambra, von der ich alles über Hunde weiß; Eichhörnchen, Haubenmeisen und Igel, die mir Naturfernsehen während des Schreibens ermöglichen.
  • Meine Freundinnen Kerstin Kindinger, Chrissi Arras und Charlotte ­Teske, die in endlosen Gesprächen Sina bereichern und geholfen haben, sie zu entwickeln. Ohne sie wäre Sina nicht so kreativ und stark – und würde immer noch „böses“ Deo verwenden.
  • Meine Eltern, von denen ich Nachhaltigkeit gelernt habe, als dies noch keine zeitgeistige Erscheinung war.
  • Max und Jil, die auch lieber alles selber machen und denen ich (nicht nur) für dieses Buch wichtige Einsichten verdanke.
  • Und Tom, ohne den mir längst die Energie ausgegangen wäre und dessen Wissen, Verständnis und Liebe mich jeden Tag aufs Neue beflügelt.

Ilona Einwohlt im Januar 2014